…ist entstanden.
Ich habe während dem Zeichnen einige Fotos gemacht, allerdings leider nur sporadisch. In Zukunft werde ich drauf achten, regelmäßiger zu fotografieren.
Gezeichnet habe ich zwei niedliche Welpen im Format Din A3, mit Bleistift. Das verwendete Papier ist Fabriano Bristol, es ist säurearm und alterungsbeständig. Ich verwende das Papier unglaublich gerne, zum einen weil es reinweiß ist und vorallem, weil es zwar glatt ist, aber man irgendwie das Gefühl hat, dass doch noch ein bisschen Struktur vorhanden ist. Bei Bristol-Papieren von anderen Marken hat man schonmal den Gedanken, der Bleistift müsste gleich quietschen, so glatt fühlt es sich an.
An dieser Zeichnung habe ich verteilt über Monate (da es keine Auftragszeichnung war) ca 35 Stunden gearbeitet.
Auf diesem ersten Foto sieht man, dass der erste Hund schon fast fertig gezeichnet ist. Der zweite Hund ist gut als Skizze zu erkennen. Hier habe ich ausnahmsweise mal eine recht detaillierte Skizze gezeichnet, normalerweise zeichne ich nur Umrisse, Augen, Nase und ganz grob wichtige Strukturen, hauptsächlich um sicher zu sein, dass die Proportionen passen. Die ersten Skizzen zeichne ich übrigens noch nicht auf dem Bristolpapier, sondern auf ganz normalem Druckerpapier. Dort wird dann auch radiert und verbessert. Wenn die Skizze dann passt, nutze ich tatsächlich einen Leuchttisch und pause die Skizze auf das Bristolpapier durch. Das mache ich, damit ich nicht mehr radieren muss. Das beschädigt nämlich die Struktur des Papiers und die Schattierungen sehen dann fleckig und einfach unschön aus.
Hier habe ich mit dem zweiten Hund begonnen. Das schwarze Fell ist immer ein bisschen „tricky“. Einerseits soll es ja schön dunkel aussehen, andererseits möchte man auch Fellstrukturen erkennen und nicht nur eine schwarze Fläche. Das erreicht man durch Schichten. Also eine Schicht Bleistift über die nächste. Ohne Druck.
Bei den hellen Fellstellen ist es genau umgekehrt, auch in weißem Fell möchte man Härchen und Strukturen erkennen. Dh. erst wird ganz leicht grau schattiert und dann wieder ausradiert. Immer in Wuchsrichtung des Fells. Danach werden ggf. noch ein paar dunklere Härchen eingezeichnet.
Hier ist das Schwierigste schon fast geschafft. Bei dieser Zeichnung habe ich mir bei den Ohren recht schwer getan. Vorallem beim rechten Hund, da man hier jede Menge helle Härchen am Ohr sieht. Helle Haare in dunklem Fell ist bei einer Bleistiftzeichnung recht schwierig, da man diese nicht einfach ausradieren kann. Man muss also vorher schon genau „planen“ wo ggf helle Haare im dunklen Fell sein sollen und diese dann erstmal freilassen. Dh. man muss das dunkle Fell zwischen den hellen Haaren einzeichnen. Und das kann manchmal ein echtes Geduldsspiel sein.
Und das hier ist die fertige Zeichnung. Ein paar Tipps und Tricks zum fotografieren und scannen von Bleistiftzeichnungen erzähle ich euch dann in einem der nächsten Beiträge. Da gibt es nämlich einiges zu beachten, da Bleistift ja sehr gerne spiegelt.
Die Zeichnung könnt ihr übrigens bald im Original oder als Poster/Kunstdruck erwerben.